Unsere DNA, der Goldene Schnitt und die Blume des Lebens – Mythen der Esoterik

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Es gibt ein Bild, das immer mal wieder durch die sozialen Netzwerke geistert. Es soll die DNA darstellen. Offensichtlich die Aufnahme mit einem Elektronenmikroskop, ist eine erhabene Struktur zu sehen, die einem Kreis mit 6 Kreisen entspricht. Ein Muster, das man erhält, wenn man mit einem Zirkel spielt und die Zirkelgröße unverändert läßt und auch Teil der Blume des Lebens ist.

Beispielhaft hier ein englisches und ein deutsches Foto. Damit dieses Bild nicht wieder weitergetragen wird, habe ich mir erlaubt, es gleich zu markieren.

This is not a cross section of DNA*. Its the flower of LIFE and it holds the GOLDEN RATIO. I bet that blew your mind. It should.

Beispiele des falschen Bildes, das durchs Netz geistert. „Dies ist ein Querschnitt von unserer DNA*. er zeigt die Blume des Lebens und den Goldenen Schnitt. Erstaunlich und schön.“

Über dem Bild steht dann wahlweise in Deutsch oder Englisch ein Text, der darauf hinweist, daß dies der Schnitt durch unsere DNA sei. Die DNA oder auch DNS (DNA ist englisch und DNS deutsche Schreibweise) ist das Molekül, welches den genetischen Code in unseren Zellen trägt, speichert und weitergibt.

Der Text in Englisch:
»This is a cross section of DNA*. Its the flower of LIFE and it holds the GOLDEN RATIO. I bet that blew your mind. It should.«

Und in Deutsch:
»Dies ist ein Querschnitt von unserer DNA*. er zeigt die Blume des Lebens und den Goldenen Schnitt. Erstaunlich und schön.«

Das Problem ist, daß dieses Bild an mehreren Stellen falsch ist. Ist Dir der Stern hinter DNA aufgefallen? In Texten steht der Stern allgemein für ergänzende Erläuterungen. Und es lohnt sich immer, kurz zu schauen, wofür der Stern steht. Das Bild ist eine Kopie eines englischen Aufmerksamkeitstests. Im englischen Original, das ich schon gesehen habe, aber leider nicht wiederfinden konnte, wurde unter dem Bild bei dem Stern klein aufgeklärt, daß das eben nicht richtig ist. Aber der Test ging nach hinten los und das Bild kursiert fleißig als alternativer Fakt durchs Netz.

Ergänzung: Ich habe den mutmaßlichen Originalpost wiedergefunden. Er ist über 4200mal geteilt worden…

Wo kommt das Bild also her?

Ein wichtiger Forschungszweig der heutigen Zeit ist die sogenannte Nanotechnologie. Dabei werden sehr kleine Molekülstrukturen gezüchtet und teilweise Miniaturmaschinen gebaut. Es gibt eine Forschungsarbeit, die sich damit beschäftigt, wachsende Moleküle und Kristalle aus Kohlenstoff in ihrem Wachstum zu steuern. Das macht es interessant, einmal, um zu verstehen, wie das Leben funktioniert und, um eben solche kleinen Nanostrukturen bewußt herstellen zu können. Man kann sich verschiedene Anwendungen in der Medizin damit vorstellen.

Nanostruktur aus Kohlenstoff in der Form des Genesismusters der Heiligen Geometrie.

Nanostruktur aus Kohlenstoff in der Form des Genesismusters der Heiligen Geometrie. Quelle: http://www.nanobliss.com/departments/techniques/techniques.htm

Auf der Seite:

http://www.nanobliss.com/departments/techniques/techniques.htm

Sehen wir mutmaßlich eine der Quellen für das Originalbild. Darunter mehrere Verlinkungen zu wissenschaftlichen Arbeiten. Die Originalarbeit habe ich leider noch nicht gefunden, oder sie ist nicht öffentlich zugänglich. Leider ist auf dieser Seite schon ein Fehler, da hier von der Saat des Lebens gesprochen wird. Es gibt in den Symbolen der Heiligen Geometrie, die Drunvalo Melchizedek bekannt gemacht hat, mehrere Symbole, die sich ähneln. Das Genesismuster ist das einfachste davon und wurde mit dem Nanokohlenstoff nachgebildet. Die Saat des Lebens ist dem Genesismuster ähnlich, hat aber am Rand weitere angeschnittene Kreise. Die Blume des Lebens und die Saat unterscheiden sich durch die 3 bzw. 2 Kreise am Rand.

Die Symbole Genesismuster, Saat des Lebens und Blume des Lebens im Vergleich. Das Bild ist ein Ausschnitt der Lehrtafel

Die Symbole Genesismuster, Saat des Lebens und Blume des Lebens im Vergleich. Das Bild ist ein Ausschnitt der Lehrtafel
https://www.pythagorasplanet.de/Lehrtafel-Heilige-Geometrie

Weil es recht oft Verwirrungen unter den geometrischen Symbolen gibt, habe ich eine Tafel mit allen Symbolen gestaltet und den richtigen Bezeichnungen dazu. Sie ist sowohl in deutsch, als auch in englisch erhältich:

https://www.pythagorasplanet.de/Lehrtafel-Heilige-Geometrie

 

Befindet sich der Goldene Schnitt in dem Bild?

Nein. Der Goldene Schnitt ist nicht in dem Bild. Der Goldene Schnitt ist die harmonische Teilung einer Strecke so, daß die beiden Teile ein Verhältnis von 1:1,61803389… haben. Verbindet man in der Kreisstruktur der Blume des Lebens die Schnittpunkte der Kreise miteinander, entsteht ein Muster aus lauter gleichseitigen Dreiecken. In einem solchen Dreieck spielt Wurzel aus 3 eine große Rolle. Für den Goldenen Schnitt ist aber die Wurzel aus 5 nötig. Diese Wurzel läßt sich mit etwas Umweg in dem Genesismuster konstruieren, ist aber nicht die ursprüngliche Qualität des Genesismusters. Der goldene Schnitt findet sich in Fünfersymmetrien aber nicht in Dreier- oder Sechsersymmetrien.

Wie sieht also die DNA aus?

Die DNA ist ein spiralförmiges Molekül. Die Spiralwindung basiert sehr direkt auf dem Goldenen Schnitt. Schaut man in die Spirale dieses Moleküles, erkennt man eine 10er Struktur, der Verdoppelung des Fünfeckes. Auch hier ist direkt der Goldene Schnitt ablesbar. Der Durchmesser dieser Spirale beträgt 21 Ångström und die Länge einer Umdrehung 34 Ångström. 34 und 21 sind zwei Zahlen der Fibonaccireihe und stehen im Verhältnis 1,61 zueinander.

Der Goldene Schnitt in der Spirale der DNA

Der Goldene Schnitt in der Spirale der DNA unbekannte Quelle

 

Ein möglicher Querschnitt der DNS ist hier zu sehen:

DNA Querschnitt in einer Zehnersymmetrie.

DNA Querschnitt in einer Zehnersymmetrie.
Mutmaßlicher Urheber: http://www.cgl.ucsf.edu/home/rl/

Die DNA hat einer 10er Symmetrie, die eine Verdoppelung der Fünfersymmetrie ist. 10er und 5er Symmetrien kommen in allen Lebewesen vor. Die übergroße Anzahl von Flüten folgt dieser Symmetrieform. Sechser meist nur in Kristallinen Gitternetzen.

Weitere Bilder finden sich in der Google Bildersuche:

https://www.google.de/search?hs=Pwz&tbm=isch&sa=1&q=D.N.A.+cross-section&oq=D.N.A.+cross-section

Fazit.

Irgendjemand stellt ein Bild mit einem fehlerhaften Text ins Netz. Entweder, um die Aufmerksamkeit zu testen, oder um den Klick-, Teil- und Aufmerksamkeitswahn bloßzustellen. Das Bild verselbstständigt sich und kehrt alle paar Monate wieder.

Bitte prüfe also immer wieder, ob wirklich wahr ist, was Du siehst und teilst, oder ob Du nur möchtest, daß es wahr ist. Es gibt schon genug Falschmeldungen in der Welt. Mit jeder Meldung, die Du weiterleitest, hast Du auch eine Verantwortung, Deine Medienkompetenz zu schulen und Dich so weit es geht zu versichern, ob es wahr ist, ehe Du etwas teilst oder auch weitererzählst.

 

Ein Hologramm selber machen? Auf dem Küchentisch? Geht.

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Heutzutage wird viel mit den Worten Hologramm, holografisches Universum etc. um sich geworfen. Aber was ist ein Hologramm? Und wie kann es entstehen. Ich glaube, daß es wichtig ist für unsere Entwicklung wirklich zu verstehen, wie ein Hologramm funktioniert und hergestellt wird.

Vor langer Zeit gab es eine Einsendung beim Wettbewerb Jugend Forscht zur Erstellung eines Hologrammes mit einfachen Mitteln. Glücklicherweise gibt es den Beitrag auch als PDF zum Nachlesen.
Hier ist er:

Malteserkreuz, Achteckkonstruktion und die vierte Dimension – Heilige Geometrie praktisch

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Nachdem das Kornkreisvideo sich weit verbreitet hat, gibt es heute das nächste Video zum Thema Heilige Geometrie. Ich habe ein einfaches Symbol heruasgegriffen, um zu zeigen, wie es konstruiert werden kann. Die Geometrie ist die Hintergrundsprache allen Seins und aller Kunst. Die Basis einer geometrischen Konstruktion kann genutzt werden, um von dort aus ein Mandala oder ein anderes Bild zu zeichnen.

Viel Spaß beim Anschauen.

BioParc Dresden jetzt in Heidelberg

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Vor ca. 10 Jahren, noch vor dem Aufflammen der Diskussionen um die W-Brücke, gab es die Idee von Klaus Tschira, im Lingnerschloss ein Biotechnologiezentrum zu eröffnen. Neben dem Schloss selber sollte in dem Park ein Gebäude gebaut werden in Form einer Doppelhelix. Auf den Seiten des Architekturbüros gibt es immer noch Bilder der Visualisierung. Grund des sehr überhasteten Rückzuges und des Scheiterns des Projektes waren nicht die Bedenken und Proteste der Dresdner, die sich für den Erhalt des Lingnerschlosses einsetzten, sondern steuerliche Probleme bei der Ausgestaltung der Investition.

Relativ unbemerkt von der Dresdner Öffentlichkeit wurde das Projekt später doch umgesetzt, allerdings in Heidelberg im EMBL, einer Forschungseinrichtung ähnlich dem CERN, allerdings auf biologischen Gebiet.

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Wilson Bentley – The Snoflake Man

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Weil ich gerade mit Stephan drüber gesprochen habe und weil dieser Sommer im Moment nicht so recht weiß, wo er hin will, mache ich heute mal einen Wintereintrag. Hier ein kleines Video über Wilson Bentley, der wohl der erste Mensch der Neuzeit war, der Schneeflocken fotografiert hat. Auch wenn das Video nur kurz ist, zeigt es doch einen Einblick in eine wundervolle Welt, die immer wieder zum Staunen einlädt wegen der puren Schönheit ihrer Geometrie…

Die neue Feldordnung

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Es gibt ein Phänomen, das seit Jahrhunderten schon die Menschheit begleitet. Es betrifft eigentlich alle Bereiche unserer Gesellschaft und der Menschheit als solches. Die Rede ist von den Kornkreisen.

Jedes Jahr entstehen zwischen 150 und 300 Kreise und Figuren im Korn. Was daran Besonderes ist? Es ist doch schon längst geklärt, daß es alle Zeichen in unseren Feldern menschlichen Ursprungs ist? Gibt es nichts wichtigeres, womit wir uns beschäftigen sollten? Ich meine nein. Wir sollten uns endlich einmal intensiver mit dem Phänomen der Kornkreise auseinandersetzen.

Es gibt so viele Themen, die an den Kornkreisen untersucht werden könnten. Aus geometrischer Sicht sind die Muster interessant. Was hier an mathematischem Grund- und Spezialwissen enthalten ist, sollte jeden Mathematiker reizen, sich intensiver damit zu beschäftigen. Andererseits gibt es Muster, die beinahe völlig unmöglich von Menschenhand herzustellen sind, geschweige denn innerhalb einer Nacht. Auf dem Kunstmarkt passiert viel auf vielen Ebenen, aber die Kornkreise wären es Wert, eine eigene Gattung der Land-Art zu werden. All das findet aber nicht in der Zeitung statt, höchstens mal als Meldungen, die zwar mit Kornkreis anfängt, aber in bester Propagandamanier den Leser weglenkt von der eigentlichen Frage wer oder was solche schönen und komplexen Formen macht hin zu dem Hinweis, als Autofahrer doch aufzupassen auf liebestolle Hirsche. Wer hat ein Interesse daran, daß das Thema nicht in den Medien auftaucht?

Um so erfreulicher ist es, daß eben jetzt zu Beginn des neuen Frühlings ein Film zum Thema erschienen ist.

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Genug Talent

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Nun folgt der letzte Eintrag zu der Show das Supertalent. Der Sieger steht fest.

Es ist nicht Kelvin Kalvus geworden. Aber das ist vielleicht auch nicht das wichtigste. Es ist schön, einmal spirituelle Momente im Fernsehen zu erleben. Die Worte von Shinouda Ayad sagen es am schönsten.

„Ich habe 100.000 Herzen gewonnen… Geld ist Papier, Herz ist Diamant!“

Dem Sieger wünsche ich natürlich alle Gute.

Fasziniert hat mich aber trotzdem Kelvin Kalvus, der meiner Ansicht nach die beste Show des Abends geliefert hat.

Und demnächst hier wieder richtige Geometrie…

Andreas

Mehr Talent

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Nachdem ich im letzten Beitrag ja schon auf die Sendung mit zwei Videos hingewiesen habe, freut es mich natürlich sehr, daß Kelvin Kalvus und Shinouda Ayad den Weg ins Finale geschafft haben.

Deswegen an dieser Stelle der Hinweis auf die Beiträge aus dem Halbfinale.

Kelvin diesmal zur Musik von Moby mit In my dreams.

Shinouda wieder mit einer schönen Präsentation. Bis zu 45 Minuten schwindelfrei drehen, ist für den normalen Verstand sicher schwer zu verstehen, aber ein Zeichen von Körperbeherrschung. Keine Angst, das Video beim Supertalent ist nicht so lang.

Und wenn wir bei Körperbeherrschung sind, sei noch auf Christoph Haese verwiesen, der eine wirklich atemberaubende Darbietung am Trapez bietet. Ohne Netz und Sicherung.

Heute abend folgt das Finale bei RTL.

Es würde mich natürlich freuen, wenn der Titel an Kelvin geht, aber die anderen Teilnehmer haben auch gezeigt, daß sie uns daran erinner, das in jedem Menschen ein Künstler und ein Herz steckt. Wohl dem, der es sich bewahrt und in der Welt lebt, auf daß sie eine Herzliche sei.

Andreas

Das Supertalent

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Oh, was kommt denn jetzt? Unterschichtenfernsehen bei der Heiligen Geometrie? Nein. Auch in der größten Dunkelheit gibt es Lichtblicke. Ich selber habe keinen Fernseher, aber als netzbasiertes Medium bietet sich ein Blog an, zu einzelnen Beiträgen zu verlinken.

Auf RTL läuft gerade einen neue Staffel von Das Supertalent. Um den Bogen zur Heiligen Geometrie zu spannen hier zwei Hinweise auf Bewerber mit Kreisen und Kugeln:

Shinouda Ayad aus Kiel führt einen Derwischtanz auf, der eigentlich nicht vieler Worte bedarf. Zusammen mit dem hier wirklich guten Schnitt des Fernsehteams und der wundervollen Musik von Dead can Dance ergibt sich ein meditatives Video, das mich zutiefst im Herzen berührt hat. Genau das wollte Shiouda ja auch erreichen. „Körper, Seele, Freiheit“ Wie sonst kann man besser zeigen, was in einer Religion steckt, als durch einen solchen Tanz: Shinouda Ayad

Während ich bei Shinouda noch etwas zweifle, ob es für den Titel reicht, bin ich mir beim nächsten Kandidaten sehr sicher. Als Dresdner begegnet mir Kelvin Kalvus gelegentlich auf Mittelaltermärkten oder beim Üben an der Elbe. Alle, die ihn kennen, wissen, daß dies erst der Anfang seiner Fähigkeiten ist: Kelvin Kalvus Kelvin ist nicht nur ein wunderbarer Jongleur, sondern auch ein faszinierender Alchemist.

Ich freue mich für beide, wenn Sie etwas weiter kommen, um zu zeigen, wieviel Kreativität in den Menschen steckt.

Andreas

Kunstformen der Natur

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Kunstformen der Natur ist der Titel eines Buches von Ernst Haeckel.

In diesem Buch hat er auf 100 Tafeln viele verschiedene Tiere, Pflanzen und Strukturen aus der Natur dargestellt. Um einen Vortrag über Heilige Geometrie zu halten, reicht es eigentlich aus, nur seine Zeichnung zu zeigen, weil dort sehr eindringlich zu sehen ist, welche Strukturen in der Natur vorkommen.

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